DIE PFARRKIRCHE IN PISOGNO
Der kleine Ortsteil Pisogno kann sich, abgesehen von Piazza
San Carlo – kürzlich durch eine neue Pflasterung
verschönert und in deren Mitte die Heiligenstatue emporragt
– mit der Pfarrkirche rühmen, die San Gottardo
gewidmet ist.
Sie wurde im ´500 im Barockstil erbaut und war derzeitig
eine einfache Kapelle, die dann im anschließenden
Jahrhundert nach einem Entwurf des Architekten Andrea Biffi
vollständig umgebaut wurde. Sehr wertvoll ist die Freske
auf der Chorwand, welche eine „Heiligengalerie"
darstellt und Fermo Stella aus Caravaggio zu verdanken ist.
Faszinierend ist die kleine Kruzifixkirche am
„Schloß", welche man über eine Freitreppe erreicht,
entlang einer Via Crucis des XVIII. Jahrhunderts.
Diese kleine Kirche beherrscht Pisogno und im Jubiläumsjahr
wurde eine antike Tradition erneut angeordnet: alle 25
Jahre, am Vortag des Feiertages der Lobpreisung des Kreuzes
(im September), tragen die Mitglieder der Pfarrgemeinde die
Kruzifixstatue in einer Prozession bis zur Pfarrkirche San
Gottardo, um sie dann am nächsten Tag feierlich zum Schloß
zurück zu tragen.
Zuvor fand diese traditionelle Überführung nur alle 50
Jahre statt.
Stattdessen findet alle 5 Jahre dieselbe Prozession für die
statue der Schmerzensmutter [Madonna Addolorata] statt,
deren Festtag auf den Tag nach der Lobpreisung des Kreuzes
fällt.
